Archiv der Kategorie: Bewegungen

sportive Sachen -eigentlich Fußball-

Grand Cuisine, 15.06.21

Viel Fußball weiterhin. Das Frankreichspiel heute zeigen wir nicht vor der Kneipe. Zuviel Trara.In der Kneipe ist alles an, was leuchtet. Es gibt noch Plätze in der Vowi. Nur mit Selbsttest und gewissen Abständen. Umständlich. Aber es geht.Das Essen ist aktuell ein wenig einfacher. Ist im Alltagsbetrieb an sich schwerer zu gestalten und benötigt dazu zwei Hände, die nicht noch zapfen.

Peitite Küchlein, 10.06.21

Die Vowi zeigt alle Spiele der Fußball-EM.Wenn die Spiele 15.00 Uhr beginnen, wird ab dann geöffnet sein.Die Spiele werden in der Kneipe gezeigt. In der Kneipe ist eine Testpflicht nötig.
Vor der Kneipe wäre es möglich ein TV-Gerät aufzustellen (Dank an das Ingenieur-Büro Isaac Gincaya in Gemeinschaft mit dem Erfinder der HDMI-Glühbirne Sebastian Schwan). Das Aufstellen ist abhängig vom Interesse (zu viel bedeutet zu viele Leute vor der Kneipe, was nicht geht), dem Wetter und von der Uhrzeit (und damit der Lautstärke). Werden wir prüfen.
Die neue Fritteuse ist da. Als ich die einzelnen losen Kabel für den Starkstromstecker gesehen habe, beschloss ich mich ganz auf die Verschrottung des Altgerätes zu konzentrieren. Für den Anschluß muss ein Profi her. Es dauert also noch, aber es ist absehbar, dass es wieder Pommes gibt.
Der erste neue WC-Deckel der Firma Benkstein ist da. Ihr wisst, dass er antibakteriell oval weiß, mit Quick-Release-Funktion, softclose Absenkautomatik, aus Duroplast und rostfreiem Edelstahl ist. Sehr bald werdet Ihr darauf sitzen können.

Petite Cuisine, 08.06.21

Warum eine EM oder WM in der Kneipe schauen, wenn man mit der Eintracht voll und ganz ausgelastet ist, denken sich viele Gäste. Sie machen um den internationalen Fußball einen Bogen.

Die Vowi wird sich, was die WM in Katar Ende nächsten Jahres angeht, entweder „ im Bogen“ anschließen oder sich, wenn es in der Kneipe gezeigt wird, in klarer Art und Weise zu der Menschenrechtslage im Land, den Arbeitsbedingungen der Stadionerbauer und der Strafbarkeit von homosexuellen Handlungen äußern müssen. Privat fällt es mir nicht schwer darüber zu sprechen. Wie man sich als Geschäftsinhaber verhalten sollte, weiß ich nicht. Es ist ein Dilemma zwischen Geld verdienen als Fußballkneipe und eigenen ethischen Ansprüchen. Die Vowi müsste, wenn die WM gezeigt werden würde, sich noch im Spiegel ansehen können. Der Vorwurf einer Symbolpolitik bliebe aber auf jeden Fall. 

Bis dahin kämmt sich die Kneipe mit ihren 24 Lebensjahren die Haare aus dem Gesicht. Sie konzentriert sich darauf, dass seit Montag, so die Corona-Regeln des Landes, die Gäste draußen ohne zwingenden Test, mit bis zu zehn Leuten zusammensitzen können. Kontaktzettel oder das Einchecken mittels der Corona-Warn-App, die Sitzplatzpflicht und Masken auf dem Weg zur Toilette sollen bleiben.

Drinnen Platz zu nehmen, ist ab sofort erlaubt. Allerdings ist ein Test zwingend vorgeschrieben. Wenn ich die Auslegung auf der Seite des Landes Hessen richtig verstehe, ist die Anzahl der Gäste pro Tisch als „Tischregeln entsprechend Kontaktregel“ definiert. Somit könnten, meiner Meinung, drinnen und draußen maximal zehn Leute an einem Tisch im Abstand von 1,5 m zum nächsten Tisch sitzen. Genesene und Geimpfte zählen nicht. 

Die Vowi zeigt alle EM-Spiele, welche bei ARD/ZDF ausgestrahlt werden.

Vielleicht auch die anderen dort nicht ausgestrahlten Spiele. Wird ordnungsgemäß angekündigt.

Mittlerweile haben das Ingenieur-Büro Isaac Gincaya in Gemeinschaft mit dem Erfinder der HDMI-Glühbirne Sebastian Schwan ein AAA (TV vor der Kneipe akquiriert, aufgestellt, angeschlossen) vollzogen. Es wurde natürlich diskutiert, ob ein TN, IPS oder MVA/PVA besser wäre. Themen, wie AI, BC oder BS sind in der Vowi allgegenwärtig. Bier ausschenkende Drohnen, gesteuert von einem mir zum verwechselnd ähnelten Saugroboter, sind keine Utopien mehr. Nervige Gäste werden dann, über einen IR getriggert und automatisch die Jordanstraße aufwärts geschickt.

Ich, beschränkt durch Geburt und Vermögen, verharre in dieser schönen neuen Welt. Ich greife mir den Wischmop, putze das Klo und freue mich auf den neuen WC-Deckel der Firma Benkstein (antibakteriell oval weiß, mit Quick-Release-Funktion, softclose Absenkautomatik, aus Duroplast und rostfreiem Edelstahl). Nach 24 Jahren ersetzt er seinen alten Kollegen. 

Ein Tippspiel zur EM (ohne Preise, einfach so) gibt es auf der Kicktipp-Seite der Vowi.

https://www.kicktipp.de/vowitippbundesliga/

Geboren in der Vowi

Als der FSV noch in der 2. Liga gespielt hat, schreckte er nicht zurück unter dem Motto „Born In Bernem“ für die aktuellen Spiele zu werben. Ich blieb damals fasziniert vor den Plakaten stehen. Fremdschämen konnte ich mich nicht, denn ich bin nie ein Fan dieses Vereines gewesen. Fremdschämen könnte ich mich wiederum für ein Plakat der Eintracht von vor etwa 18 oder 19 Jahren mit Karel Rada als Radafalle. Der tschechische Nationalspieler spielte 38x für die Eintracht. Und all sein bewiesenes Können als Abwehrrecke ging beim Anziehen der Eintrachtfarben fast immer verloren. Die Radafalle war ständig kaputt. Ich habe das Radafallen-Plakat im Netz nicht gefunden. Vielleicht hat es jemand zu Hand, damit wir uns gemeinschaftlich schaudern voller Wonne erinnern.
Das Vowi-Tippsiel beginnt am 18.09.
Vergesst nicht die Fragen vorher zu beantworten und tippt dann fleißig.
Das Regelwerk müsst ihr selbstverständlich beachten.
Karsten von der Vowi
https://www.kicktipp.de/vowitippbundesliga/
Ihr könnt Euch mit Euren bisherigen Daten einloggen. Ihr könnt Euren Spielnamen auch ändern oder Euch neu anlegen.

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Tippspiel Saison 19/20

Liebe Tipperinnengemeinschaft der Vowi!
Es war komisch, unsere Helden nach der Unterbrechung wieder beim Fußballspielen zuzuschauen. Es wirkte stellenweise wie Trockenschwimmen. Es erinnerte mich an meinen Einsatz in einer Rudermaschine, damals an der Deutschen Schule für Körperkultur und Sport, gleich gegenüber dem Zentralstadion, wo heute RB spielt. In einer festgesetzten Rudereinheit in einem Schwimmbecken rudernd stillzustehen. Ich wurde in jungen Jahren – groß und dünn – von der Talentförderung des DDR-Sports, welche die Schulen durchforsteten, für den Rudersport aquiriert. Das Experiment scheiterte nach kurzer Zeit. Lieb, aber ohne Ehrgeiz, mehr Wasserträger, als vom Wasser getragen, ließ man mich auf dem Niveau des Schulsportes. Ein Leistungsträger des DDR-Sportes sollte aus mir nicht werden. Der Herrgott hatte etwas anderes im Sinn.

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Petite Cuisine, 02.07.20

Petite Cuisine, Donnerstag, 02.07.20

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Lauchquiche (veg.) € 5,50
Nudelsalat mit Gemüse-Frikadelle € 6,00
Quarkkeulchen mit Apfelmus € 5,00

Vorbestellung per Mail bis 14.00 Uhr: kmaass@mac.com
Bestellung per Telefon am 17.00 – 20.00 Uhr: 069776400

Mo – Sa:
17.00 – 23.00 (bedingt durch Auflagen amorph)
So geschlossen
Im Gastraum dürfen seit 11. Juni max. 10x Gäste an einem Tisch sitzen,
wobei alle Tische zueinander 1,5 m Abstand haben müssen.
Von jedem Gast müssen Name, Anschrift und Telefonnummer notiert werden.
Reservierungs-Anfragen sind möglich und seltener nötig.

Heute 20.30 Uhr Relegation Werder – FCH.
Sagt bitte Bescheid, ob Ihr kommen wollt bzw. Ihr solltet anfragen.

Heimspiel

Das Heimspiel vom Montag ist zu Ende.
Alles verlief zwischen HR und Vowi, wie es abgesprochen war.
Nicht abgesprochen war, dass die Eintracht gegen Union im Waldstadion verloren hat. Die technische Umsetzung vom Fernsehen verlief souverän. Die Kneipe war gut gefüllt, aber nicht alle waren gewillt, der Sendung wirklich zu folgen. Am besten gefielen mir die Gäste der Sendung. Ich stimmte nicht mit allen überein. Dennoch argumentierten die Gäste sachlich, kurzweilig und zeigten trotzdem Emotionen. Es gab viele Geschichtchen in der Geschichte, zum Schluss noch einige nette Unioner in der Kneipe und ein, zwei Zwischenfällchen.

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Beispielsweise drohte ein mir bekannter, eigentlich zutraulicher Marder dem HR, die Kabel zu durchbeißen, weil im das Stromaggregat zu laut sei und er nicht schlafen könne. War natürlich Quatsch, denn Marder sind nachtaktiv. Der HR alarmierte daraufhin einen Tierfänger, der den Marder mahnte, sich nicht an diesen Kabeln zu laben. Als ich das mitbekam, redete ich mit ihm, bemerkte dabei seinen stolzen Duft nach Elektrolyten. Sie bewirkten bei ihm ein verstärkt kindliches Verhalten, was nach Aufmerksamkeit und Zuwendung rief. Nach gegenseitigen Respekts-Bekundungen verabredeten wir ein baldiges Wiedersehen ohne Kabelsalat.
Beispielsweise, wie ihr sicher alle wisst, soll nach 22.00 Uhr beim Rauchen kein Glas vor die Kneipe genommen werden. Damit der Akt des Rauchens schneller, und damit leiser, erfolgt. Zu später Stunde standen also wieder einige draußen. Dabei fiel mir ein Gast hörbar auf. Seine Stimme war laut, kräftig und in der Frequenz penetrant. Ich mahnte ihn, leiser zu sein und er antworte mir lautstark freundlich, dass er dies nicht könne, weil er schwerhörig sei. Ich hörte so ein Argument zum ersten Mal und fand es nachvollziehbar.
Keine Zwischenfällchen waren die geäußerten Fantasien eines Gastes gegenüber Beate, die man am besten mit einer Gelben Karte und dem Zusatz, beim nächsten Mal gibt es sofort Rot, beantworten hätte sollen. Auch wenn Alkohol und Fußballemotionen vieles verstärken, was nach dem Rausch nicht mehr zählt, gibt es von weiblicher Seite in der Vowi keine verbalisierten oder gar physisch angewendeten – ich betitle es mal etwas schwammig – Machfantasien an Männer. Von Männerseite gibt es sie durchaus. Auch in der Vowi.
(Bitte beachtet! Das Foto steht symbolisch hier.)

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Die eigentliche Wirtin der Kneipe, in der normalerweise die HR-Sendung „Heimspiel“ aufgenommen wird, stand als eine Art Maskottchen hinter dem Vowi-Tresen. Dies war verabredet. Ihre Funktion, die Sendung mit kurzweiligen Einwänden im Frankfurter Dialekt zu erfrischen, scheint dem HR wichtig und sinnvoll zu sein. Mir nicht. Ich konnte mich bei unseren Vorgesprächen nicht durchsetzen. Vielmehr sah ich mich auf einmal in Dresden in der „Planwirtschaft“. Dort würde der MDR seine wöchentliche Fußballsendung aufnehmen und ich hinterm Tresen stehend, gäbe ich während der Sendung im tiefsten Sächsisch mehr oder weniger sinnfreie Einwände.
Mich erinnert dies an von mir im TV verfolgte Faschingsveranstaltungen, wo nach jeder Pointe eines Redners die Kapelle einen Tusch spielt. Und es lachen wirklich alle im Saal. Aber ich lache bestenfalls über sie.

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Ich stehe dazu, dass ich das Konzept und die Umsetzung der Sendung trotz der mit berichteten sehr guten Einschaltquoten und positiven Resonanz nicht überzeugend finde. Auch viele Gäste in der Vowi gestern verfolgten die Sendung nicht gerade mit Spannung, eher mit – meiner Meinung nach – nicht nötigen, wahrscheinlich als lustig empfunden Zwischenrufen. Aber das Publikum war erwünscht bzw. von mir eine Bedingung für das Geschäft mit dem HR gewesen. Die Vowi ist eine Kneipe und kein Konzertsaal, wo andächtig Beethoven vergeistigt wird.
Dennoch, ich fühlte mich zwischen den Bemerkungen der neben mir stehenden Maskottchen-Wirtin und den zwischenrufenden Vowi-Gästen eingezwängt. Dabei gingen in der Kneipe die Themen der Heimspiel-Gäste leider unter. Die Gründe des Boykottes der Stehplatz-Karteninhaber und den Umgang mit extremer Gesinnung bei der Eintracht wären es wert gewesen.
Einige langjährige Eintrachtler sind gestern direkt nach dem Spiel gegangen, weil sie die Sendung nicht interessiert hat. Ich hätte wohl ebenso vor der Sendung gehen sollen, aber meine Arbeit ist von Öffnungszeiten umrahmt, damit die Vowi ihren Zweck erfüllt. Brot und Spiele ist das Konzept.
Am Donnerstag spielt die Eintracht nicht gegen Casino Salzburg mit dem damaligen Torschützen Adi Hütter, sondern mit ihrem Trainer Adi Hütter gegen RB Salzburg auf Leinwand und im TV, aber ohne den HR.
Es ist dann, wie immer, in der Vowi.

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Mit der Eintracht durch alte Playlists flanierend oder Keine Ahnung!

Hallo,
ich heiße Jonas Schelleis.
Als Student im Master VWL und Ökologie, der bald seine Coins (Startup: Verteidigungsgsplattform -Defender Europe friendly- als Cloud für Materialeinkauf börsennotierter Unternehmen) verdienen wird, flaniere ich gerne durch mein Viertel. Eigentlich wollte ich in die „Volkswirtschaft“. Leider zu voll, wie die Nachbarkneipen. In der „Bounty“ wird halt geraucht. Dann riechen die Klamotten so und es gibt nichts Vegetarisches zu Essen. Im „Weihnachtsbäumchen“ vermisse ich die eine freundliche Bedienung mit den herrlichen langen Haaren, der jetzt bei Sotheby’s arbeitet. Die andere Bedienung ist ja auch weg und Fußball zeigen sie schon lange nicht mehr.
Früher fand ich Fußball nervig und das Gebrüll der Eintracht-Fans -keine Ahnung!- unerträglich. Mittlerweile schau ich mehr Fußball. Ich war auch schon in der Peter Fischer Arena im Spiel gegen die Hertha. Die Stimmung war Wahnsinn. Egal ob nach dem Spiel der Eintracht-Walzer geschunkelt oder vor dem Spiel das Lied vom Polizeichor gesungen wird. Es heimelt herrlich! Und wenn ich die Brezel ins Bier tunke, erinnere ich mich an unser Gärtchen vor unserer Stadt -Copwein- unweit des Tagebaus in Mitteldeutschland, wo ich herkomme. Ein Radieschen mit noch Erde dran, könnte nicht schöner sein. Der leicht beißende, fast schon scharfe Geschmack mit Steinchen zwischen den Zähnen ist für mich Heimat. So, wie jetzt die Eintracht.

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Eigentlich wollte ich ja in die „Volkswirtschaft“, um mit dem Wirt über seinen verquasten Musikgeschmack zu reden. Er könnte mein Vater sein. Keine Ahnung! Ist aber ganz nett. Seine Kollegin sieht natürlich besser aus und spielt einigermaßen Aktuelles. Die ist nur immer so streng, wenn ich das Bier nach 22.00 immer mit zum Rauchen nehme. Das dürfe man jetzt nicht mehr. Wegen der Nachbarn. Zu laut! Einmal habe ich sie nach einem Espresso gefragt. Mache ich nie wieder! Irgendwie mag die mich nicht. Nichts Geschlechtsspezifisches, aber ich weiß nicht warum. Egal!
Auf den Musikgeschmack des Wirtes kamen wir, als er in der Kneipe das Lied „Frau mit Hut aus Anger-Crottendorf“ von der Band „Reines Purpur“ spielte. Mein Vater ist Pfarrer und Organist in Copwein in Mitteldeutschland. Deshalb kenne ich so ein paar Orgel-Hits, wie die Toccata und Fuge in V-Moll von Sebbel Fluß. Genauso klingt in diesem Lied die Orgel. Dazu gibt es einen Dixieland-Shuffel und eine Schrubb-Gitarre. Der Wirt also lässt das Lied laufen und tut dann so, als ob die Zapfanlage die Orgel sei und immitiert angeblich den Organisten, der ernsthaft Jesus Christus heißt, welcher seine Orgel beim Spielen hin und her schwenkte, auf dass sie beinah umgefallen wäre. Hat wohl auf gefährlich gemacht! Peinlich!

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Auf jeden Fall finde ich, das der Volkswirtschaft-Wirt eigentlich von Musik keine Ahnung hat, aber in Wirklichkeit viel zu alt für gute Musik ist. Er und sein Kollegah vom „Weihnachtsbäumchen“ sind zusammen weit über Hundert Jahre. Ich meine, was hat der für Playlists und kennt der überhaupt Aktuelles, wie Billie Eilish, 070 Shake, Stormzy oder wenigstens Deichkind. Der schreibt sicher noch Mails, hört CDs und dreht ohne Filter. Ich habe auf sein Anraten hin gegoogelt, wer Jim Morrison, Janis Joplin und Jimi Hendrix gewesen sind und was sie alle drei gemeinsam haben. Könnten Tonio und Markus auch mal im Quiz fragen.

(Leider gibt es keinen aktuellen Termin. Sehr bald soll einer feststehen, meint Tonio.)

Aber wer hört das noch außer ihm und ein paar Althippies.
Ich muss zugeben, dass der Wirt und ich, als wir über „Public Enemy“ redeten, beide Unterschiedliches meinten. Ich redete vom neuen Farid Bang feat. Kollegah & Fler-Video „Public Enemies“. Er meinte eine HipHop-Band aus New York von vor über 40 Jahren. Was haben die für eine Bedeutung heute im Gegensatz zu Farid, Kollegah und Fler. Aber das versteht er nicht. Wie auch. Er ist einfach zu alt, auch wenn er jünger aussieht.

Wie immer redeten wir zum Schluss – er wollte zumachen – über Fußball. Wobei, keine Ahnung!, wir redeten darüber, was wir nicht in eine Fußball-Sendung, egal was für eine Art, bringen würden:

> Lokalkolorit nicht orten, sondern quer bürsten! Sonst wirkt es wie vor 100 Jahren!
> Dem Zeitgeist nicht hinterher hecheln, dafür ist er zu schnell!
> Wenn man auf cool macht, muss man auch cool sein oder man lässt es!
> Bembel & Bügelmikro schließen sich aus!
> Lustig sein darf nicht mit Plattheit verwechselt werden!
> Fußball ist eine ernste Sache. Blöde Witze haben damit nichts zu tun!
> Überleg dir vorher, ob du über Fußball, Gefühle oder Allgemeinplätze reden willst!
> Klatschen aus dem Off ist wie Filmmusik. Sie kann helfen. Darf aber nicht entblöden.
> Lieber am Tresen Dünnschiss labern als journalistisch! Oder man dreht es um!
Und überhaupt, wo erfahre ich denn die Quoten einer Sendung?

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Wir sehen uns später im Heimspiel!

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Es geht weiter

Liebe Freunde des theoretischen Fußballes,
es geht weiter. Unser Bundesliagatippspiel der Saison 2019/20 ist eröffnet. Es hat sich nichts geändert.

Ich war ja zwischendurch bei Stade Rennes und bei Stade Brest. Wisst Ihr vielleicht. Spielerbeobachtung. Hatte da einen Supertipp von Lars Windhorst, der -wisst ihr sicher auch- bei der Hertha eingestiegen ist. Lars hat gleich nach unserer Beobachtung die neue Kollektion seiner Dessous-Firma La Perla vorführen lassen. Als ich nach etlichen Gläsern Champagner nur in meiner kanarienvogelgelben Christiano Ronaldo-Unterhose mit „Salut! Ca va! Die Frankfurter sind da!“ auch auf den Laufsteg wollte, bremste mich Lars mit den Worten „Eine Unterhose allein macht noch keinen Sommer mit Pokal!“ Reflexartig wollte ich ihm „Aller guten Dinge sind drei!“ zurufen. Aber ich verkniff mir diese recht unsachliche Anspielung auf seine, wenn sie mal eintreten sollte, dann dritte Pleite oder Insolvenz.

Es gab also Crevetten und Schampus bis zum Abwinken. Nur keinen Hummer. Da flippen die Gelbwesten in Frankreich total aus, weil doch der französische Ex-Umweltminister den Hals nicht voll kriegen konnte auf Staatskosten.
Mit einem nicht unattraktiven 15000,- Eurodrahtesel habe ich später – in Brexit-Zeiten müssen wir zusammen stehen – eine Inspektion von vier französischen Atom-U-Boote durchgeführt. Die liegen unterhalb von Brest auf der Halbinsel Crozon, wiederum auf einer Halbinsel mit Namen Ile de Longue. Natürlich streng geheim. Deshalb konnte ich nur dieses unauffällige Foto von mir, den Atom-U-Booten (die man logischerweise nicht sehen kann) und der besagten Halbinsel machen.
Karsten von der Vowi
PS:
Grüße auch von Lars

Der Außenbordmotor läuft

Die Tour de France läuft. Das Team Flamme Rouge powered by Volkswirtschaft und Vowi United ist gut in Brüssel gestartet. Der Eigner hat sich nicht lumpen lassen und von der Firma Look hergestellte Räder angeschleppt. Manche sagen sogar, dass er sie einfach ausgeliehen hätte. Nur die grün baumelnde Handgelenktasche unterm Sattel und der blaue Helm sollten noch ein Mal zumindest in der Farbgebung überdacht werden. 

Umgedeutet nach einem Satz der britischen Autorin Hillary Mantel im Spiegel von 2014, baumelt der hier männliche Radler seine Gucci-Handgelenktasche wie seinen Penis hin und her. Nicht umsonst hießen diese Taschen über Umwegen vor zwei-, dreihundert Jahren Ridicules (Lächerlichkeiten).

SPIEGEL: Ihre (ehemalige Britische Premierministerin Maggie Thatcher) berühmte Handtasche war ein sehr feminines Accessoire.
Mantel: Thatcher schleuderte ihre Handtasche herum wie einen Außenbordmotor ihrer Vagina.https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-130223400.html

In einer Sonderwertung wollte das Team demokratische Fußballwerte in Eintracht nach Baku bringen. Leider gab es zwei Pannen auf dem Weg. Deshalb habe ich nur den Stichwortzettel, den ich hier wiedergebe und den transformierten Pokal, der in der Vowi aufbewahrt wird:

Styropor
Match weich wie Pfannkuchenteig:
Wasser seit Jahrtausenden setzt Lehm und Torf ab

Menschen:
Hier wohne ich
Eine Brücke muß her

Styropor
Folie
Erde
Straßenbelag

Um die WCs sauber zu halten und wegen der Tour de France-Teilnahme macht die Vowi in den nächsten Wochen manchmal etwas eher Schluss. Laßt Euch überraschen, wann!
Kommt früher!
Trinkt schneller!
Und reitet dann wortlos auf Eurem Radler nach Hause!